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Informatik

Die digitale Verarbeitung von Information ist allgegenwärtig, aber nur wenige haben Einblick, was hinter den bunten Oberflächen abläuft und wie man Computern etwas „beibringen“ kann. Dieser Einblick ist das zentrale Anliegen des Faches, verbunden mit der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zum Programmieren und zum Modellieren informatischer Systeme und Daten. Eine Informationstechnische Grundbildung im Sinne der Anwendung digitaler Systeme und Informationen wird zwar nebenbei vertieft, ist aber Aufgabe anderer Fächer, da nur ein kleinerer Teil der Schülerschaft das Fach Informatik wählen kann.

An der Viktoriaschule ist das Fach Informatik Teil der Wahlpflichtfächer II, also unter G9 eines von meistens vier Wahlfächern in den Stufen 9 und 10 (bisher Stufen 8 und 9). In der Oberstufe ist Informatik als Grundkurs durchgängig wählbar, unabhängig von der Teilnahme am Unterricht in der Mittelstufe. Im Abitur kann Informatik als viertes Abiturfach mit mündlicher Prüfung vorkommen. Vom Ministerium in Düsseldorf ist Informatik außerdem als Pflichtfach für die Stufen 5 und 6 ab dem Schuljahr 21/22 vorgesehen. Dazu fehlen aber noch genauere Informationen.

Die Fachgruppe umfasst zur Zeit drei Lehrkräfte; diese Gruppe soll zur Erteilung des Unterrichts in 5 und 6 durch eine fachfremde Kollegin verstärkt werden, die dazu eine spezielle Fortbildung absolvieren wird.

Themen Stufe 8 (künftig Stufe 9)

Wir beginnen mit der Bedeutung von Bits in der digitalen Welt und erforschen, wie sich verschiedene Informationen binär kodieren lassen, insbesondere Zahlen, Zeichen und Bilder. Der Schwerpunkt des Schuljahres liegt beim Aufbau und der Funktionsweise von Web-Seiten, wozu die Schüler Grundkenntnisse der Computersprachen HTML und CSS erlernen. Die Funktionsweise des World-Wide-Web und des Internet werden durch Experimente und Simulationen erfahrbar. Die Sicherheit von Netzen und der Umgang mit Daten sind dabei immer wieder ein Thema.

Themen Stufe 9 (künftig Stufe 10)

Komplexe Formeln und Funktionen einer Tabellenkalkulation ermöglichen Anwendungen, die über Datenreihen und Diagramme weit hinaus gehen. Beim Erstellen interaktiver Tabellen, die Simulationen, automatisierte Auswertungen und sogar Spiele ermöglichen, erarbeiten wir wesentliche Grundelemente des Programmierens. Noch im ersten Halbjahr führen wir das weiter zur vollwertigen textbasierten Programmierung mit der Hochsprache Python. Dabei entstehen zum Beispiel animierte Grafiken. Mit den Grundkenntnissen in Python wagen wir uns im zweiten Halbjahr an die Programmierung eines Microcontrollers. Dazu verwenden wir den Kleincomputer „Micro:bit“, eine Platine mit Ausgabemöglichkeiten über LEDs, Bluetooth und elektrische Anschlüsse sowie eingebauter Sensoren für Tasten, Licht und Bewegung. Für Experimente schließen wir weitere Sensoren an, mit denen die Umgebung analysiert und Vorgänge gesteuert werden können.

IF-9-1a_Tabelle für Hangman-Spiel
IF-9-1a_Tabelle für Hangman-Spiel
IF-9-2a_Microbit mit Fotodiode hell
IF-9-2a_Microbit mit Fotodiode hell
IF-9-2b_Microbit mit Fotodiode dunkel
IF-9-2b_Microbit mit Fotodiode dunkel
IF-9-2c_Microbit Python-Editor Fotodiode
IF-9-2c_Microbit Python-Editor Fotodiode

IF-9-1b Python-Windmühle

Oberstufe

Im Grundkurs Informatik stehen das Objektorientierte Konzept und die Programmierung mit der Sprache Java im Mittelpunkt. Daneben befassen wir uns mit Datenbanken, Netzwerken und einigen theoretischen Grundlagen der Informatik. Die ersten Erfahrungen beim Programmieren machen die Teilnehmer:innen mit der speziell für didaktische Zwecke gestalteten Programmier-Umgebung Greenfoot. Durch eine einfache Benutzeroberfläche und bereits vorhandene Objekte in einer grafischen Animation wird der Einstieg in die Welt der Objektorientierten Modellierung erleichtert.

Nach der Erarbeitung von Grundlagen zum Konzept von Objekten und Klassen geht es bald über zur Entwicklung spielerischer Szenarien. In einer zweidimensionalen Welt können gegebene Objekte in ihrem Verhalten ausgebaut und so die Interaktion und Animation der Objekte schrittweise immer besser verstanden werden. In der Qualifikationsphase kommt dann mit eine Entwicklungsumgebung zum Einsatz, die vielfältig und professionell einsetzbar ist. Daneben werden wir Simulationen für Datenstrukturen, Datenbanken und Netzwerke, um Prinzipien durchschaubar und erfahrbar zu machen.

Schulinternes Curriculum im Fach Informatik:

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Fächer

Geschichte

Das Fach Geschichte an der Viktoriaschule

Welche Bedeutung hat das Fach Geschichte?
Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um diese Frage einmal genauer zu betrachten!

Geschichte zeigt, dass wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben, Teil einer pluralistischen Gesellschaft und stolz auf unsere Werte wie auch auf unseren Wohlstand sind. Irgendwie wissen wir auch, dass es nichts Selbstverständliches ist, dass wir Demokratie immer wieder neu gestalten und leben können. Wir wissen natürlich auch, dass es den Menschen in einigen anderen Ländern nicht so gut geht wie uns. Uns ist schon bewusst, dass Werte, die in unserem Gesetz fest verankert sind, wie zum Beispiel die Meinungs- und Pressefreiheit, wie die Überzeugung der Gleichwertigkeit aller Menschen, wie das Recht auf politische Mitgestaltung –, dass solche Rechte in anderen Ländern nicht unbedingt existieren; dass Meinungen dort unterdrückt oder nicht zugelassen werden, dass JournalistenInnen oder WissenschaftlerInnen daran gehindert werden, ihre Meinung öffentlich zu vertreten, dass sie vielleicht angeklagt, verhaftet oder sogar getötet werden. Alles weit weg, und nicht bei uns.

Geschichte macht deutlich, dass wir in einer Zeit des grassierenden Rassismus und Antisemitismus leben, weltweit – und auch in unserem Land. Die Menschen, die glauben, unsere Gesellschaft vor Überfremdung schützen zu müssen, sind längst schon keine Randerscheinung mehr. Sie werden immer mehr und sie sind laut. Und ihre Thesen haben längst Eingang gefunden in die Mitte der Gesellschaft. Es werden Vorurteile geschürt, Ängste aktiviert, Menschen ausgegrenzt. Natürlich, das ist eine europäische Entwicklung – hier sind die Deutschen nicht allein. Aber sie sind dabei.

Geschichte erhellt, dass Menschen ihr Misstrauen gegenüber unserer demokratischen Grundordnung sowie ihre Ablehnung des bundesrepublikanischen Staates und seiner Behörden immer deutlicher artikulieren. Diese kommt sowohl aus dem politisch linken, dem rechten wie auch einem völlig undefinierbaren Spektrum. Das müsste uns wenig Sorgen machen, wenn nicht jüngere Studien (zum Beispiel: die aktuelle Shell-Studie) nahelegen würden, dass gerade auch Jugendliche bei all ihrem sicher begrüßenswerten politischen Interesse und Engagement doch eine immer stärkere Empfänglichkeit für populistische Parolen zeigen. Und wir befinden uns derzeit in einer Phase des populistischen Rausches.

Geschichte spiegelt, dass man relativ schnell an irreführende, populistische, nicht selten geschichtsrevisionistische Deutungen, klickt man zum Beispiel bei Youtube ein geschichtliches Thema rund um den Zweiten Weltkrieg oder dergleichen an. Neben sehr interessanten und durchaus lehrreichen Angeboten geraten Suchende schnell in einen braunen Sumpf, vor allem bei dem Blick in die Kommentare verschiedener User, die sich nicht schämen, wüste rassistische und sexistische Beschimpfungen, Verunglimpfungen jeder Art und falsche Behauptungen aufzustellen. Dasselbe erlebt man auch bei Kommentaren unter diversen Berichten der Internetpresse. Junge NutzerInnen sind dabei dieser Kanonade an Fehldeutungen und Verschwörungsnarrativen ausgesetzt.

Geschichte umgibt uns, sie ist allgegenwärtig – selbst für diejenigen, die ihre Bedeutung leugnen. Politiker argumentieren mithilfe von historischen Analogien: Denkmäler, Straßennamen, Gedenkfeiern und –feste sorgen für eine Erinnerungskultur, die identitätsstiftend ist. In einer Zeit, in der immer mehr Stimmen laut werden und für sich in Anspruch nehmen, für unsere Kultur und unsere Identität streiten zu wollen. Da ist es von Bedeutung zu wissen, was unsere Kultur und unsere Identität ausmacht.


Im Fach „Geschichte“ wollen wir historische Kenntnisse vermitteln. Sie sollen den Kindern und Jugendlichen eine Grundlage verschaffen, sich in einer Welt besser und sicherer verorten zu können. Wer die Vergangenheit kennt, dem kann man nicht so schnell ein X für ein U vormachen – wir halten das für wichtig in einer Zeit, in der historisch-politische Deutungen und Meinungen nicht selten in das Umfeld auch immer mehr Jugendlicher hineingreifen.

Wir wollen ein geschichtliches Bewusstsein erwecken. Jugendliche erfahren sich selbst als historisch, verstehen sich als historisch handelnde Personen. Dafür ist es von großer Bedeutung, wenn sie verstehen, dass es in der Vergangenheit wie in der Gegenwart nicht nur eine Sichtweise gab und gibt – Historiker sprechen hier von Mehrperspektivität.

Wir wollen eine historisch-politische Urteilsfähigkeit fördern. Nur durch die Kenntnis, den Vergleich und die methodische Abwägung wird man in die Lage versetzt, historische und gegenwärtige politisch-gesellschaftliche Phänomene beurteilen zu können.

Wir wollen eine politische Handlungskompetenz erstreben. Jugendliche sollen politisch mündig handeln können. Wer die Vergangenheit begreift, der wird im Stande sein, die Gegenwart nicht nur zu verstehen, sondern auch gestalten zu können.

Wir wollen starke Jugendliche, die sich zurechtfinden in einer politisch umkämpften Welt.

Wie können wir erreichen, was wir uns wünschen?

Wir bilden die Schülerinnen und Schüler methodisch aus. Sie lernen mit historischen Materialien umzugehen, sie lernen schriftliche und bildliche Quellen zu analysieren, sie verstehen den Bezug der Vergangenheit zur Gegenwart.

Wir möchten an unserer Schule die Kinder und Jugendlichen für ein Fach begeistern, das uns selbst begeistert. Wir unternehmen Exkursionen und versuchen, wenn möglich, Geschichte an außerschulischen Lernorten erfahrbar zu machen, so zum Beispiel in Ypern, wo eine der schlimmsten Auseinandersetzungen des Ersten Weltkriegs stattfand. In der Sekundarstufe II besuchen wir neben dem „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn auch die NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel. Eine ganz besondere Erfahrung für die Jugendlichen ist die mehrtägige Fahrt nach Krakau und Auschwitz in der Jahrgangsstufe EF. Hier ist eine besondere Vorbereitung erforderlich; die Erfahrungen, die junge Menschen hierbei machen, prägen sie für ihr weiteres Leben.

Mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern gibt es immer wieder Ausflüge ins römische Xanten (Archäologischer Park) oder ins (urzeitliche) Neanderthalmuseum.

Im Fach „Geschichte“ geht es um das Wissen um die Vergangenheit. Aber dieses ist kein Selbstzweck. Es ist ein Baustein auf dem Weg zu einem selbstwirksamen und werteorientiert handelnden Individuum, das gewappnet ist gegen Manipulation und sich selbst als eine historische Persönlichkeit erfährt. Wir sehen unser Fach als Teil einer vielfältigen und ganzheitlichen Erziehung und damit als eines von vielen Elementen unserer Viktoriaschule.

Und ganz abgesehen davon, halten wir „Geschichte“ für das spannendste aller Fächer. 😉

Die Lehrerinnen und Lehrer der Fachgruppe „Geschichte“

Schulinternes Curriculum für das Fach Geschichte:

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Fächer

Kunst

Das Fach Kunst an der Viktoriaschule

Schuleigenes Curriculum:

Klasse 5Die Welt der Farben kennenlernenHj, zweistündig
Klasse 6

Bauen, Basteln, Experimentieren

Bildergeschichten digital

Ganzjährig, zweistündig
Klasse 7nach G9 entfällt Kunst in diesem Schuljahr 
Klasse 8Perspektive und WerbungHj, zweistündig
Klasse 9ArchitekturHj, zweistündig
EFSachzeichnen und Landschaftsmalerei

Ganzjährig,

zweistündig

Q1

Porträtmalerei und Selbstinszenierung

Plastisches Gestalten

Ganzjährig,

zweistündig

Q2

Pop Art, Kunst der klassischen Moderne

Einzelkünstler

Ganzjährig,

zweistündig

Das Fach Kunst ist ein wichtiger Bestandteil der Viktoriaschule, da es die Wahrnehmung von Bildern, Skulpturen, Installationen etc. schärft, ihre Funktionen kritisch beleuchtet und ihre Wirkungszusammenhänge durchschaubar machen will.

Unser Kunstunterricht versucht die in jeder Schülerin und jedem Schüler angelegte Kreativität anzuregen. Unser Anliegen ist es, den ganzen Menschen im Blick zu haben und seine Sinne anzusprechen.
Eigene ästhetische Vorlieben werden bewusst gemacht und weiterentwickelt. Hieraus entstehen individuelle Bilder und Objekte, die die Sicht der Kinder und Jugendlichen auf die Welt widerspiegeln.

In einer zunehmend medial geprägten Wirklichkeit, schafft das Fach Kunst die entsprechenden Grundlagen für ein späteres Studium in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen.

Die Viktoriaschule ist gut ausgestattet mit zwei neuen, großzügig gestalteten Kunsträumen, Beamern und Tablets. Außerdem steht uns ein Werkraum für plastisches Gestalten und ein Brennofen für Keramikarbeiten zur Verfügung.

Der Unterricht in der Schule wird ergänzt durch Zeichnen und Skizzieren in den umliegenden Parks, Besuche von Museen und Architekturbüros, sowie Architekturgängen, die von den Schülern vorbereitet und durchgeführt werden.

Bilder „Miniaturwelten“ aus der Projektwoche im Schuljahr 2019/20:

Weitere Bilder aus dem Kunstunterricht:

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Fächer

Musik

Das Fach Musik an der Viktoriaschule

Musik und Klang in allen Erscheinungsformen ist Gegenstand des Unterrichts.

Wir erproben und gestalten Musik auf Instrumenten aller Art: Von Boomwhackers über Monochorde zu Percussion, Stabspielen und Keyboards, auf denen eine ganze Klasse zusammen spielen kann. Wir experimentieren mit digitalen Formen des Musizierens auf iPads und natürlich wird im Unterricht auch gesungen. Schüler*innen, die ein Instrument spielen, erhalten Gelegenheit, es im Unterricht vorzustellen.

Wir hören Musik und sprechen über sie, lesen Texte und erörtern Bedeutungen, Entwicklungen und Verwendungen von Musik. Wir entdecken Verbindungen von historischen Entwicklungen und zeitgenössischen Strömungen. Wir untersuchen und erproben Arten der Notation von Musik und besuchen gemeinsam Konzerte und Aufführungen im Musiktheater.

Die Schüler*innen durchlaufen in bis zu neun Jahren Unterricht einen Lehrgang, der verschiedene Aspekte der Musik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: Vom spielerischen Erleben in der Unterstufe bis hin zu wissenschaftspropädeutischem Arbeiten in der Oberstufe. Der Spaß an der Musik kommt dabei nicht zu kurz.

Neben dem normalen Musikunterricht bietet die Viktoriaschule eine Streicherklasse an: Schüler*innen können dabei in den Klassen 5 und 6 ein Streichinstrument im Klassenverband gemeinsam als großes Orchester im Vormittagsunterricht erlernen.

Außerdem bietet die Viktoriaschule viele Musik-Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag an. Es gibt drei Chöre – je einen für die Unter-, Mittel- und Oberstufe, ein Orchester und eine Bigband. Nähere Informationen zu den einzelnen AGs befinden sich auf der Homepage.

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Fächer

Französisch

Das Fach Französisch an der Viktoriaschule

„Je ne parle pas français – aber bitte red‘ weiter“. Diese Liedzeile der Sängerin Namika scheint nicht nur allseits bekannt, sondern spiegelt auch die gewandelte Rolle der französischen Sprache in Zeiten der Globalisierung wider. Nicht nur die Popmusik wird von französischsprachigen Texten geprägt, auch Politik, Wirtschaft und Bildung werden weltweit immer mehr durch die französische Sprache bereichert. Französisch nimmt heutzutage Platz 5 der meistgesprochenen Sprachen weltweit ein.

An unserer Schule wird Französisch ab Klasse 7 als zweite Fremdsprache und ab Klasse 9 als dritte Fremdsprache angeboten. In der Sekundarstufe II kann das Fach sowohl als Grundkurs als auch (bei ausreichender Schülerzahl) als Leistungskurs gewählt werden. Für unsere 6. Klassen bieten wir Schnupperkurse an. In jeweils sechs Unterrichtsstunden lernen die Schülerinnen und Schüler Französisch und Latein als Wahloptionen für die zweite Fremdsprache ab Klasse 7 kennen. Die Kurse werden dann entsprechend der Wahlen so eingerichtet, dass alle Schülerinnen und Schülern die jeweils gewünschte Sprache lernen können.

In der Sekundarstufe I arbeiten wir mit dem Lehrwerk Série jaune aus der Reihe Découvertes von Klett, das den Lernenden die französische Sprache hinsichtlich kommunikativer Kompetenzen in Alltagssituationen vermittelt. Motivierender Unterricht, Freude am Lernen und das Erproben der neugelernten Sprache sind uns wichtig, deshalb ergänzen wir unseren Unterricht neben außerschulischen Angeboten (siehe nächster Punkt) durch authentisches Material, wie zum Beispiel Comics, aktuelle Lieder, Filme und Spiele.
In der Oberstufe führen wir die Lernenden zum Zentralabitur. Neben der Vorbereitung auf die verbindlichen Abiturthemen möchten wir auch in der Sekundarstufe II den Unterricht authentisch und breit gefächert gestalten. Lektüren, Filme und gesellschaftliche wie auch kulturelle Aspekte sollen das Interesse an unserem Nachbarland wecken. Neben „Poetry Slams“, Rollenspielen, Analyse von Filmsequenzen und Reflexion der Sprache stehen literarische Werke wie auch Wiederholungen von grammatikalischen Strukturen und der Erwerb von Methodenkompetenzen im Fokus des Unterrichts. Zu diesem Zweck verwenden wir in den letzten zwei Schuljahren die „Abi-Grammatik“ vom Klett-Verlag.
Zur Förderung der Mündlichkeit und als Vorbereitung auf das mündliche Abitur ersetzen wir sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Oberstufe jeweils eine Klassenarbeit bzw. Klausur durch eine mündliche Prüfung.

Wie bereits erwähnt, liegt uns viel daran unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben Gelerntes praktisch anzuwenden und einen Transfer vom Unterricht in die Lebenswirklichkeit herzustellen.
Neben Besuchen der Cinéfête (primär in Klasse 9 und Stufe EF) sieht unser Curriculum in der 8. Klasse eine Fahrt nach Verviers und ein Jahr später in der 9. Klasse eine Exkursion nach Lüttich vor. Dort treten die Lernenden mit Hilfe einer Rallye in Kontakt mit der frankophonen Bevölkerung Belgiens und erproben ihre bisher erlernten kommunikativen Kompetenzen.

Da uns auch ein kultureller Austausch am Herzen liegt, besteht in Klasse 10 das Angebot an einem Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Reims teilzunehmen. Im Gegensatz zu den eintägigen Exkursionen nach Belgien tauchen die Schülerinnen und Schüler in Reims in ein neues Familienleben ein und lernen die französische Kultur im Alltagsleben kennen.

 

Foto vom Reimsaustausch
Foto vom Reimsaustausch

Zusätzlich unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler bei der Suche einer Austauschpartnerin/eines Austauschpartners, wenn sie angelehnt an das Programm Brigitte Sauzay eine längere Zeit im französischsprachigen Ausland verbringen wollen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Fachschaftsarbeit ist das Fördern und Fordern. Neben Förderstunden in Klasse 7 und 9, haben Schülerinnen und Schüler, die sich zusätzlich zum Französischunterricht mit der französischen Sprache beschäftigen möchten, die Möglichkeit das Sprachdiplom DELF in verschiedenen Sprachniveaus abzulegen. Im Unterricht, wie auch in zusätzlichen Treffen bereiten wir die Schülerinnen und Schüler gezielt darauf vor. Darüber hinaus bieten wir den Lernenden die Chance, am Bundeswettbewerb für Fremdsprachen teilzunehmen.

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Fächer

Englisch

Das Fach Englisch an der Viktoriaschule

Englisch ist die erste schulische Fremdsprache für alle Schülerinnen und Schüler der Viktoriaschule. Damit bereitet der Englischunterricht den Boden für das Erlernen weiterer Fremdsprachen (an der Viktoriaschule sind dies Latein, Französisch und Spanisch). Gleichzeitig nimmt das Englische in unserer Welt eine besondere Rolle ein, indem es viele gesellschaftliche Bereiche stark prägt, z.B. internationale Kontakte, Filme und Musik, Technik, Forschung und Wissenschaft und die Arbeitswelt. Daher erkennen die Schülerinnen und Schüler bei dieser Fremdsprache besonders klar, wie nützlich ihre Beherrschung ist. An der Viktoriaschule wird in 60-Minuten-Stunden unterrichtet, wovon der Fremdsprachenunterricht profitiert, da 60 Minuten ideal der Aufmerksamkeitsspanne der Schülerinnen und Schüler entsprechen und zudem die Möglichkeit eröffnen, neue Strukturen ohne zu großen Zeitdruck kennenzulernen und angemessen einzuüben. Überdies bedeuten die 60-Minuten-Stunden gleichmäßige Einheiten (an Stelle eines Wechsels von Einzel- und Doppelstunden). Die in der Stundentafel vorgeschriebenen Unterrichtszeiten werden dabei für die Klassen 5 und 6 sowie 7-10 exakt umgerechnet (z.B.: vier Stunden à 45 Minuten entsprechen drei Stunden à 60 Minuten). Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern wichtige Fertigkeiten und Fähigkeiten, z.B. bei Erwerb und Anwendung neuen Wortschatzes und grammatikalischer Strukturen, sowie landeskundliche Kenntnisse vermitteln, aber vor allem auch Freude am Sprachenlernen und Interesse für andere Kulturen wecken. Aus unserer Sicht bietet das Lehrwerk „access“ (G9) des Cornelsen-Verlags gute Möglichkeiten, diese Ziele zu erreichen. Insbesondere gelingt es damit, die im Kernlehrplan vorgesehenen Kompetenzen den Schülerinnen und Schülern auf motivierende Art und Weise nahezubringen.

Auf Sprachrichtigkeit in Aussprache, Schreibung und Grammatik wird von Beginn an Wert gelegt. Gleichzeitig wird auch der kreative Umgang mit der Sprache (mündlich wie schriftlich) gefördert, z.B. durch Dialogübungen, Rollenspiele, fiktive Interviews, Bewerbungsschreiben, Präsentationen und Diskussionen, jeweils dem sprachlichen Vermögen und dem Alter und Wissen der Lernenden angemessen. Das Lese- und Hörverstehen wird zunächst mit den entsprechenden Lehrbuchtexten bzw. Hörtexten auf der zugehörigen CD geschult. Im Laufe der Sekundarstufe I kommen immer mehr authentische Lese- und Hörtexte hinzu, z.B. Songtexte, Dramenszenen, Zeitungsartikel sowie in Klasse 8 oder 9 eine erste narrative Ganzschrift als Lektüre.

Inhaltlich setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Großbritannien und den USA, in der Mittelstufe aber auch mit weiteren Ländern, in denen Englisch gesprochen wird, auseinander. Dabei geht es um Familienleben und Schule, die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen, und natürlich auch um Städte und Landschaften samt ihren Sehenswürdigkeiten, historische Entwicklungen und gesellschaftliche Fragen. Immer wieder wird den Aachener Jugendlichen deutlich, was sie mit den Jugendlichen in anderen Ländern verbindet, aber auch, an welchen Stellen ihre Erfahrungen von denen englischer oder amerikanischer Jugendlicher abweichen. Dadurch können sie auch ihre eigene Situation reflektieren.

Am Ende der Mittelstufe besteht für Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, am Halifax-Austausch teilzunehmen.

Der Englischunterricht in der Sekundarstufe II baut auf den sprachlichen und methodischen Grundlagen auf, die die Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I erworben haben. In der Oberstufe arbeiten wir mit dem Lehrwerk „Green Line“ vom Klett Velag, ergänzt durch eine Vielzahl weiterer authentischer Texte und Materialien. Die Themen reichen von „Growing up“ bis hin zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit.

Englisch ist ein beliebtes Leistungskursfach an der Viktoriaschule: Üblicherweise wählen etwa 50 % der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs Englisch als Leistungskurs!

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Fächer

Deutsch

Das Fach Deutsch an der Viktoriaschule

Die Viktoriaschule vermittelt den Schülerinnen und Schülern im Deutschunterricht der Jahrgangsstufen 5 bis 9 (G8) bzw. 10 (G9) grundlegende sprachliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, über die sie am Ende der Jahrgangsstufe 9 bzw. 10 verlässlich und nachhaltig verfügen sollen.

Zugleich bereitet der Deutschunterricht in der Sekundarstufe I auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vor – vor allem dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler vertiefte methodische Kompetenzen im Umgang mit literarischen und Sachtexten sowie Medien erwerben. Insofern wird von ihnen erwartet, dass sie am Ende der Sekundarstufe 1 in allen vier Bereichen des Faches Deutsch über die geforderten Kompetenzen verfügen und Aufgabenstellungen von höherem Komplexitätsgrad sachgerecht bearbeiten können.

Zu den vier Bereichen des Deutschunterrichts gehören
• Sprechen und Zuhören
• Schreiben
• Lesen – Umgang mit Texten und Medien
• Reflexion über Sprache

Diese Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler beziehen sich
• im Bereich Sprechen und Zuhören auf die Argumentationsfähigkeit in Gesprächen und Diskussionen sowie bewusstes und reflektiertes Sprechen;
• im Bereich Schreiben auf das Verfassen argumentativer Texte und die Anwendung von Analyse- und Interpretationsverfahren bei literarischen Texten und Sachtexten;
• im Bereich Lesen – Umgang mit Texten und Medien auf die Kenntnis literarischer Texte und ihrer Gattungsmerkmale sowie auf den Umgang mit Sachtexten und medialen Texten;
• im Bereich Reflexion über Sprache auf die Verwendung elementarer Fachbegriffe der Wort- und Satzgrammatik, die Beschreibung und Analyse von Texten mit Hilfe einfacher Sprach- und Kommunikationsmodelle sowie die Erklärung von Grundproblemen der Sprachnorm, der Sprachvarietät und des Sprachwandels an geeigneten Beispielen.

Der Deutschunterricht der Sekundarstufe II baut auf den in den Stufen 5-9 bzw. 10 erworbenen Kompetenzen auf und vertieft diese. Er ist inhaltlich gebunden an die Vorgaben für das zentrale Abitur des Landes NRW.

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Fächer

Physik

Das Fach Physik an der Viktoriaschule

Der Physikunterricht an der Viktoriaschule wird in der Sekundarstufe I halbjährlich pro Jahrgangsstufe unterrichtet. In der Regel findet der Unterricht an zwei Wochenstunden statt, nur zum Einstieg in der Klasse 6 sind drei Wochenstunden vorgesehen, während in der Klasse 10 eineinhalb Stunden pro Woche unterrichtet werden.

Thematisch ist der Unterricht über die Jahrgangstufen hinweg entsprechend der natürlichen Phänomene und ihrer technischen Anwendung organisiert. Dabei ist berücksichtigt, dass einige Themen für jüngere Schülerinnen und Schüler leichter zugänglich sind, während andere schon eine gewisse Erfahrung voraussetzen. Auch der thematische Fortschritt im Fach Mathematik ist in der Organisation berücksichtigt. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Inhaltsfelder:

Klasse

Inhaltsfelder

6

·    Wärme und Temperatur

·    Elektrischer Strom und Magnetismus

·    Schall

·    Licht

7

·    Optik

·    Sterne und Weltall

8

·    Bewegung

·    Kraft und Energie

·    Druck und Auftrieb

9

·    Elektrizität

10

·     Ionisierende Strahlung und Kernenergie

·     Energieversorgung

Besonders in der Sekundarstufe I wird Wert daraufgelegt, dass fachliche Inhalte mit den tagtäglichen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in der Begegnung mit Natur und Technik in Zusammenhang gebracht werden, so dass die Relevanz des Faches erfahrbar wird.

Der Unterricht ist deutlich experimentell orientiert. Für das eigenständige Arbeiten der Schüler steht ein großer Fundus an vorkonzipierten Schülerexperimentiersets zur Verfügung. Auch werden immer wieder Alltagsgegenstände zur Demonstration und Veranschaulichung herangezogen. Ein speziell für die Klasse 6 selbst zusammengestellter Baukasten zum Thema Strom und Magnetismus fördert sowohl das handwerkliche Geschick als auch den Entdeckergeist. Als Lehrwerk steht das Buch „Fokus Physik“ des Cornelsen-Verlags zur Verfügung.

Neben der thematisch inhaltlichen Ausbildung liegen weitere Schwerpunkte in der Systematik des Faches: Die Schülerinnen und Schüler werden Schritt für Schritt an ein wissenschaftliches Arbeiten, z.B. über Protokollierung ihrer Experimente, herangeführt. Dazu gehören auch der gezielt fachsprachliche Austausch mit Mitschülern und dem Lehrer und die Präsentation von Arbeitsergebnissen. Das Konzept der Modelbildung wird vertieft. Zudem rücken mit zunehmendem Alter auch die Bewertung und Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in einen gesellschaftlichen Kontext in den Mittelpunkt.

Besonders in der Oberstufe gewinnt das fachsystematische Arbeiten mit dem Ziel einer wissenschaftspropädeutischen Ausbildung, besonders im Leistungskurs, an Bedeutung. Der Zusammenhang mit der Mathematik und anderen Naturwissenschaften wird stärker betont. Die Inhaltsfelder umfassen grundlegenden Teilgebiete der Physik:

Stufe

Inhaltsfelder

EF

·    Mechanik

·    Dynamik

·    Wellenmechanik

Q1-Q2

·    Wellenoptik

·    Elektrizität und Magnetismus

·    Atomphysik

·    Quantenphysik

·    Kernphysik

·    Elementarteilchenphysik

·    Relativitätstheorie

 

Grundsätzlich sind die Inhaltfelder in einem Grund- und Leistungskurs ähnlich, wobei der Grundkurs die Inhalte ausgehend von 25 Schlüsselexperimenten erarbeitet, während der Leistungskurs die Grundlagen zu diesen Experimenten vertieft. Der Unterricht wird unterstützt durch das Buch „Metzler Physik SII“.

In den vergangenen Jahren konnte in der Oberstufe immer ein Leistungskurs Physik angeboten werden, der von den Schülerinnen und Schülern mit großem Interesse erfolgreich absolviert wurde.

An der Viktoriaschule wird der Unterricht von einer Kollegengruppe gestaltet, die neben einer umfassenden Erfahrung und Kompetenz auch einen großen Enthusiasmus für ihr Fach mitbringt. Angereichert wird diese Gestaltung durch verschiedene individuelle Komponenten, welche die Kollegen als Personen in den Unterricht einbringen. Diese sind neben privaten Hobbies auch und vor allem Erfahrungen in der universitären Forschung und der Wirtschaft, Engagement in Gemeinde, Umweltschutz, Gesellschaft und Kultur und der Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen der verantwortungsvoller Lebensgestaltung.

Wir als Fachgruppe möchte mit unserem Unterricht nicht nur gerne das Interessen an der physikalisch systematischen Betrachtung und Beschreibung der Natur fördern und das Wissen erweitern, damit unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrer Ausbildung evtl. in dieser Richtung eine berufliche Perspektive finden. Sie sollten auch die Physik in ihrer Relation zu anderen Bereichen der Gesellschaft sehen lernen, wie anderen Wissenschaften, Religion, Kultur, Wirtschaft und Politik, damit ihr Wissen als Teil einer kompetenten Grundlage zur Teilhabe an gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen wirken kann. Mit der Faszination und der Freude an der Natur als Teil der Schöpfung erfährt dieses Wissen dann die notwendige Belebung.

Auf dieser Basis hoffen wir, einen umfassenden und bereichernden Unterricht anbieten zu können.

Schulinternes Curriculum im Fach Physik:

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Wirtschaft-Politik/Sozialwissenschaften

Die Fächer Wirtschaft-Politik/Sozialwissenschaften an der Viktoriaschule

Wir Politiklehrerinnen und Politiklehrer gehen davon aus, dass jeder Bürger in unserer Gesellschaft gefordert ist, das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten und sich aktiv an der Entwicklung unserer Gesellschaft zu beteiligen. Dazu soll auch der Politik- und Sozialwissenschaftsunterricht an unserer Schule beitragen.

Politische und ökonomische Mündigkeit als Ziel des Faches
Ziel des Faches ist es, das Zusammenleben von Menschen in den Blick zu nehmen und dabei poli-tische, soziologische und wirtschaftliche Fragestellungen zu klären. Die Viktoriaschule versteht sich als Schule, in der neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertig-keiten in den Unterrichtsfächern Offenheit, Verständigungsbereitschaft und Toleranz im Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen. Diese Werte lassen sich im Politik- und Sozialwissenschafts-unterricht bei der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragestellungen hervorragend vermitteln durch die Offenheit im Diskurs, die Fähigkeit zur Abwägung von Argumenten und schlüssiger, kriterienorientierter Urteilsbildung sowie der Akzeptanz von anderslautenden Meinungen. Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler politische und ökonomische Mündigkeit. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ihre Interessen in der heutigen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft mündig zu vertreten, sachkundig zu urteilen und verantwortungsvoll sowie demokratisch zu handeln.

Unterricht und Exkursionen
Der Wirtschafts-/Politikunterricht beginnt in der Jahrgangsstufe 5 und findet danach in den Jahr-gangsstufen 7, 8 und 9 statt. Zusätzlich bieten wir mit dem Wahlpflichtfach Politik/Wirtschaft in den Jahrgängen 8 und 9 die Möglichkeit zur Vertiefung des Faches an. In der Sekundarstufe II ist das Fach Sozialwissenschaften dann in allen Jahrgängen vertreten. Seit einigen Jahren können wir sogar regelmäßig einen Leistungskurs anbieten. Dabei ist das Fach in der Oberstufe so angelegt, dass die Teildisziplinen Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft und Soziologie integriert werden. Häufig wird das Fach Sozialwissenschaften auch von Schülerinnen und Schülern als viertes Abiturfach gewählt. In jedem Jahr findet eine große Anzahl an erfolgreichen schriftlichen und mündlichen Prüfungen statt.
In der achten Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler das Amtsgericht und nehmen einen Vormittag lang an Gerichtsverhandlungen mit jugendlichen Straftätern teil. Die Fachschaft plant auch Exkursionen zum Landtag in Düsseldorf und zu den Institutionen der Europäischen Union in Brüssel.

Stärkung des Wirtschaftsunterrichts
Mit dem Beginn des Schuljahres 2019/2020 hat das Land Nodrhein-Westfalen eine Neuausrichtung des Faches in der Sekundarstufe I vorgenommen. Das Fach heißt nunmehr Wirtschaft-Politik und nicht mehr Politik bzw. Politik-Wirtschaft. Mit dieser Umbenennung werden die ökonomischen Elemente des Faches deutlich ausgeweitet.

Unterrichtsinhalte und Unterrichtsmethoden
Das Fach Politik-Wirtschaft eröffnet Schülerinnen und Schülern an ausgewählten und aktuellen Unterrichtsbeispielen einen Zugang zu den Institutionen, Interessenverbänden, Kommunikations-ebenen und Konflikten moderner Gesellschaften. Dabei werden Wege des Lernens gewählt, die die altersspezifische Perspektive der Schülerinnen und Schüler zum Ausgangspunkt des Unterrichts machen und auf diesem Wege die komplexen Zusammenhänge der politischen Auseinanderset-zungen und ihrer rechtlichen, wirtschaftlichen und institutionellen Hintergründe zu erschließen versuchen. Hier bedeutet die Entwicklung von Mündigkeit die stetige Zunahme von Kenntnissen und Fähigkeiten vom politischen und wirtschaftlichen Nahraum bis hin zu globalen politischen Prozessen, aber auch die Entwicklung von Analysefähigkeiten mit den Methoden der Sozialwissen-schaften wird geschult, um eigenständig zunehmend komplexere gesellschaftliche und ökono-mische Sachverhalte verstehen und verantwortlich an ihrer Gestaltung teilnehmen zu können.

Die Themen des Faches Wirtschaft-Politik eignen sich für eine Vielzahl von unterrichtlichen Zugängen. Der Wechsel der Perspektive der Betrachtung ist ebenso selbstverständlich wie eine vielfältige methodische Erarbeitung der Aufgabenstellungen. Dabei lassen sich Rollenspiele ebenso erfolgreich anwenden wie die Projektmethode zur Erforschung und Präsentation ausgewählter poli-tischer Probleme und eine Pro- und Kontra-Debatte zur überzeugenden Argumentation.

Die Inhalte des Faches betreffen die Lebenswelt jedes Menschen. In der Sekundarstufe I werden die Schule und Familie sowie das politische Umfeld (Gemeinde) und deren Strukturen, Aufgaben und Probleme untersucht. Auch die Konsumentenentscheidungen junger Menschen und deren Ein-flussfaktoren werden thematisiert. Neben den zentralen politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen auf Bundesebene werden die Aufgaben und Organisationsstrukturen von Unternehmen analysiert und die Wirtschaftsordnung der sozialen Marktwirtschaft sowie die Chancen und Probleme der Europäischen Union untersucht. Auch ökologische Fragestellungen nehmen einen breiten Raum ein.

In der Oberstufe erweitert sich die Perspektive des Faches erheblich. Demokratietehoretische und verfassungsrechtliche Grundsatzfragen werden hier ebenso erörtert wie die Steuerbarkeit moderner Volkswirtschaften. An ausgewählten Beispielen wird das Feld der internationalen Politik erschlossen und die Entwicklungsdynamik von Globalisierung und Digitalisierung in den Blick genommen, um deren gesellschaftliche und politische Chancen und Risiken zu thematisieren und abzuwägen.

Es gibt wohl kaum eine Lebenssituation, in der nicht ein Bezug zu diesen Inhalten der Sozialwis-senschaften hergestellt werden kann. So kann das Fach einen wesentlichen Beitrag zur Meinungs-bildung und Partizipation von jungen Menschen leisten. Vielleicht ist es auch stärker als andere Fächer ein Türöffner zum Erwachsenwerden, denn die Selbstreflexion vor dem Hintergrund der Kenntnis der gesellschaftlichen Komplexität ist ausgesprochen hoch.

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Fächer

Erdkunde

Das Fach Erdkunde an der Viktoriaschule

Das Unterrichtsfach Erdkunde ist nicht einfach ein Schulfach: Geographie, das bedeutet die Welt („Geo“) zu beschreiben („graphein“), oder wie wir sagen können „die Welt verstehen“. Als interdisziplinäre Wissenschaft ermöglicht uns die Geographie, wichtige Einblicke in viele Bereiche zu erhalten.

Der Erdkundeunterricht hat sich seit vielen Jahren gewandelt und beinhaltet heutzutage neben der räumlichen Orientierung vielseitige aktuelle Themengebiete. In Zeiten von Globalisierung und „ Fridays for Future“ werden Themen der Nachhaltigkeit und der Reflexion des eigenen Konsums, aber auch geopolitische Bereiche immer bedeutsamer. So beschäftigen wir uns mit vielen der wichtigsten Entwicklungen aber auch drängendsten Probleme unserer Zeit (Bevölkerungsentwicklungen, Migration, Ernährungssicherung, Wasserverfügbarkeit, Umweltzerstörung und -schutz, Verstädterung, Energieversorgung sowie Globalisierung und Welthandel). Entscheidende Fragestellungen des alltäglichen Lebens bestimmen dabei häufig unsere Herangehensweise im Erdkundeunterricht, wie beispielsweise folgende: Welchen Weg haben meine Lebensmittel hinter sich, bis sie bei mir auf dem Teller landen? Ist es ökologisch verantwortungsvoll im Winter in den Skiurlaub zu fahren? Woher kommt der Strom aus der Steckdose? Woher kommt meine Jeans? Woher kommen die Materialien in meinem Smartphone?

Ein weiteres zentrales Merkmal des Erdkundeunterrichts ist die Vielfalt der eingesetzten Methoden. Diese wollen wir den Schüler*innen von der Klasse 6 bis zur Qualifikationsphase mit Hilfe eines gezielten Methodentrainings vermitteln: Bereits in Klasse 6 setzen sich die Schüler*innen mit den Grundlagen räumlicher Orientierung auseinander und erarbeiten mithilfe eines Atlastrainings erste Methoden- und Kartenkompetenzen im Erdkundeunterricht. Der Einsatz von GPS-Geräten kann zusätzlich das Bewusstsein zur Orientierung im Raum schulen.

Die strukturierte Analyse von physischen Prozessen wird insbesondere durch ein Methodentraining zur Auswertung von Klimadiagrammen ab Klasse 7 geschult. Strukturskizzen und Wirkungsgefüge, welche in allen Klassenstufen trainiert werden, beeinflussen außerdem die Strukturierung von Gedanken und fördern die Darstellung von Kausalzusammenhängen. Rollenspiele und Podiumsdiskussionen fördern die Handlungsorientierung der Lernenden; der Wertestrahl und die Methode des Nachhaltigkeitsdreiecks zudem die eigenständige Beurteilung geographischer Problemstellungen. Das Festhalten von Fachbegriffen in einem Glossar kann zusätzlich die Fachsprache der Schüler*innen erweitern. In der Oberstufe werden die Schüler*innen durch die Fachschaft Erdkunde mithilfe eines umfassenden Klausurtrainings, das beispielsweise die Übung von Lokalisierungen, Potentialanalysen, Verfassen von Einleitung und Fazit, Scaffolding-Maßnahmen (=Wortbausteine), SWOT-Analysen (strenght, weakness, opportunities, threats) sowie weitere Methoden beinhaltet, auf das Zentralabitur am Ende der Qualifikationsphase 2 vorbereitet.

Das Erdkundebuch „ Unsere Erde“ vom Cornelsen Verlag (Gymnasium Nordrhein-Westfalen G9) dient in der sechsten Klasse als Grundlage zur Erarbeitung der ersten geographischen Teilthemen. Klasse 7 bis 9 arbeiten zurzeit mit der „ Terra“ Reihe vom Klett Verlag, da die Unterrichtsinhalte anschaulich und kompetenzorientiert dargestellt werden. In der Oberstufe arbeiten wir mit den „ Diercke Praxis“ Büchern vom Westermann Verlag (Einführungsphase bzw. Qualifikationsphase) und erweitern die Anschaulichkeit in den letzten beiden Schuljahren durch das Arbeits- und Lehrbuch „ Diercke Geographie“ ebenfalls vom Westermann Verlag. Zusätzlich werden die Schulbücher mithilfe von aktuellen Unterrichtsmaterialien aus der Zeitschrift „Praxis Geographie“ (Westermann) ergänzt.

Das Fach Erdkunde bietet vielfältige Möglichkeiten verschiedene Unterrichtsinhalte an außerschulischen Standorten mit allen Sinnen zu erleben. Im ersten Lehrjahr wird ein Unterrichtsgang mit den 6. Klassen auf das „Gut Paulinenwäldchen“ zum Thema „landwirtschaftliche Produktion“ durchgeführt. Die Schüler*innen setzen sich mit den Vor- und Nachteilen von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft kritisch auseinander und reflektieren ihre eigene Nahrungsmittelverwendung.
Mit den 8. Klassen der Viktoriaschule geht es in die Vulkaneifel, um das Themengebiet „endogene und exogene Naturkräfte – Risiko oder Potenzial?“ schülerorientiert zu erleben. Hierbei werden abwechslungsreiche Stationen besichtigt, wie die Wingertsbergwand bei Mendig, der Lavakeller „Meninger Ley““, der Lehrpfad „Maria Laach“ und die „Mofetten“ am Laacher See.

Die Einführungsphase beinhaltet eine Tagesexkursion zum Thema „fossile Energieträger im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Politik“. Verschiedene Standortmöglichkeiten bieten sich an dieser Stelle zur Erkundung an (wie zum Beispiel der Braunkohletagebau Garzweiler oder der Hambacher Forst) und werden, durch die Aktualität dieses Themengebiets, jahresabhängig ausgewählt.

Die Qualifikationsphase beginnt anschließend für alle Leistungs- und Grundkurse im Fach Erdkunde mit einer Exkursion in den Landschaftspark Nord und die Innenstadt Duisburgs, wo der Strukturwandel altindustrialisierter Räume und der Weg zur Dienstleistungsgesellschaft handlungsorientiert entdeckt werden.