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Soziales Engagement

Schule ohne Rassismus

Ansprechpartnerinnen: Christina Alvarez-Brückmann und Cirsten Stauch

Titel der AG/des Angebots: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

An welche Zielgruppe richtet sich die AG/das Angebot? An alle Schülerinnen und Schüler der Viktoriaschule

Wann findet die AG/das Angebot statt? Nach Bedarf und Absprache

Was ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“?

Die Viktoriaschule Aachen darf sich seit 2010 und damit als eine der beiden ersten Aachener Schulen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) nennen. Sie ist somit Teil des größten bundesweiten Schulnetzwerks mit mehr als 3300 Schulen in Deutschland, davon über 960 in Nordrhein-Westfalen.

Schulen, die sich dem Netzwerk anschließen, einigen sich in einer Selbstverpflichtung mehrheitlich darauf, aktiv gegen Rassismus vorzugehen. Diese Schulen wollen für eine Welt, in der die Gleichwertigkeit aller Menschen gelebt wird, eintreten. Schüler und Lehrer entscheiden darüber, mit welchen Themen sie sich beschäftigen möchten und bestimmen somit selbst, wobei sie sich engagieren möchten. Siehe auch: https://www.schule-ohne-rassismus.org/ Unsere Schulgemeinschaft setzt damit ein Zeichen gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus für ein demokratisches, gewaltfreies und respektvolles Miteinander, auf das das christliche Leitbild der Viktoriaschule abzielt. Einige Projekte und verschiedene Aktionen unserer Viktoriaschule, die beispielhaft für den Gedanken von „Schule ohne Rassismus“ stehen, werden im Folgenden beschrieben.
  • Im Rahmen unserer jährlichen Projektwoche beschäftigen sich immer wieder Schüler mit dem Anliegen, eine Schule ohne Rassismus, aber mit Courage zu sein. So wurden beispielsweise Themenfelder wie interkulturelle Tänze, Esskulturen, Essgewohnheiten und Spielszenen, in denen es um Ausgrenzung ging und die an die Zivilcourage appellierten, bearbeitet.
  • Als besondere Aktionen wurde in Gottesdiensten und Andachten das Thema „Schule ohne Rassismus“ präsentiert.
  • In den Religionskursen der 6. Klassen wird die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Aachen besucht sowie in den Religionskursen der 9. Klassen steht ein Besuch einer ortsansässigen Moschee auf dem Lehrplan.
  • Es wurde das Flüchtlingsprojekt „Viktoria heißt willkommen“ durchgeführt, in dessen Rahmen Schüler aus der Oberstufe mit minderjährigen Flüchtlingen, die unbegleitet in Aachen waren, zusammenkamen, um Lernpartnerschaften herzustellen.
  • Darüber hinaus finden an der Viktoriaschule regelmäßig Workshops in Kooperation mit SchLAu Aachen statt, wo überwiegend junge Lesben und Schwule über ihre Erfahrungen, Rollenmodelle, Geschlechterklischees und alles Weitere, was die Schüler wissen möchten, informieren.
  • Expertenvorträge zu Themen wie „Cybermobbing“ werden ebenfalls regelmäßig gehalten.
  • Im Herbst 2020 beteiligte sich die Viktoriaschule an einer gemeinsamen Aktion der 12 Aachener SOR-Schulen. Es wird einen Jubiläumskalender zum 25-jährigen Netzwerkbestehen für das Jahr 2021 geben unter dem Motto „Zeich(n)en für Demokratie und gegen Diskriminierung“. Drei Schülerinnen aus der Q1 haben hierfür ein sehr gelungenes Kalenderblatt gestaltet.
SOR-Kalenderbild
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Schüler helfen Schülern

Ansprechpartnerin: Natascha Borgetto-Kamp

Titel der AG/des Angebots: Schüler helfen Schülern

An welche Zielgruppe richtet sich die AG/das Angebot? Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I mit Förderbedarf in den Hauptfächern

Wann findet die AG/das Angebot statt? Montags bis freitags, von 14-15 Uhr, im Raum 133

Was muss ggf. mitgebracht werden? Unterrichtsmaterial (Bücher, Arbeitshefte, Heft(er), letzte Klassenarbeit)

Was ist „Schüler helfen Schülern“?

„Schüler helfen Schülern“ ist ein Bestandteil der individuellen Förderung an der Viktoriaschule. Es handelt sich dabei um ein schulinternes Nachhilfekonzept. Leistungsstarke und sozial kompetente Oberstufenschüler geben Unter- und Mittelstufenschülern Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein und Französisch. Die Nachhilfe erfolgt in Kleingruppen, die aus maximal vier Schülern besteht.

Das schulinterne Nachhilfekonzept hat viele Vorteile:

  • Die Oberstufenschüler können mit dem jeweiligen Fachlehrer direkt Kontakt aufnehmen.
  • Der Nachhilfeunterricht kann direkt im Anschluss an den Unterricht im Schulgebäude stattfinden.
  • Die Oberstufenschüler haben Zugriff auf die im Unterricht verwendeten Materialien.
  • Der Nachhilfeunterricht ist kostenlos.
  • Die aufwändige Suche nach einem passenden Nachhilfelehrer entfällt.
  • Das Lernen mit älteren Mitschülern ist motivierend und weckt die Lernbereitschaft.

Das Angebot besteht seit 2017 und erfreut sich sowohl bei Schülern als auch bei Eltern wachsender Beliebtheit.

Eine Sechsklässlerin schreibt: „Ich gehe total gern zu „Schüler helfen Schülern“ und traue mich dort auch Sachen zu fragen, die ich mich nicht traue, im Unterricht zu fragen. In meiner letzten Klassenarbeit habe ich mich um zwei Noten verbessert.“

Eine Tutorin aus der Q2 schreibt: „Als Tutorin von „Schüler helfen Schülern“ bereitet es mir viel Freude durch Erfahrenes und Gelerntes andere Schüler zu unterstützen und weiterzubringen. Es ist eine tolle Erfahrung mein Wissen auf diese Art nutzen zu können und auch durch spielerische Methoden Interesse und Freude bei jüngeren Mitschülern zu wecken. Beim Arbeiten mit den Mitschülern merke ich immer wieder, dass vielen Schülern das Lernen in dieser entspannten Atmosphäre leichter fällt.“

Eine Mutter schreibt: „„Das Angebot des Lernens von Schülern für Schüler finde ich aus Elternsicht eine sehr gute Idee, da die Kinder dort gerne hingehen und Aufgaben vertiefen können, mit denen sie im Unterricht nicht zurecht gekommen sind. Die Atmosphäre ist lockerer und die Schülerzahl kleiner, sodass die helfenden Schüler individueller auf jeden Einzelnen eingehen können. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass es einigen Schülern leichter fällt, jemanden auf der gleichen Ebene zu fragen anstatt die Hilfe des Lehrers/in in Anspruch zu nehmen. Insgesamt ein gutes und hilfreiches Angebot, das auch die häusliche Lernatmosphäre entlastet.“

Erklärvideo zu "Schüler helfen Schülern"

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Streitschlichtung

Ansprechpartnerin: Christina Alvarez-Brückmann

Titel der AG/des Angebots: Streitschlichterausbildung

An welche Zielgruppe richtet sich die AG/das Angebot? An Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8

Wann findet die AG/das Angebot statt? Donnerstags, 13.20 – 14.35 Uhr (Eigentlich startet die AG um 14.45 Uhr. Derzeit beginnt sie auf Wunsch aller teilnehmenden SchülerInnen schon eher, weil alle Beteiligten früher Unterrichtsschluss haben.)

Was muss ggf. mitgebracht werden? Interesse und Freude an der Lösung von Konflikten und ein Schnellhefter für die Unterlagen

Was ist Streitschlichtung? Wenn zwei sich streiten, helfen ein Dritter und ein Vierter. Aus diesem Grund bilden wir seit nunmehr zehn Jahren Streitschlichterinnen und Streitschlichter aus, die nach ihrer Ausbildung eigenverantwortlich in Zweierteams Streit und Konflikte ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler an der Schule besprechen und lösen. Die StreitschlichterInnen sind die unparteiischen Dritten und Vierten, die von den Streitenden akzeptiert werden. Da sie sich mit den meist jüngeren SchülerInnen auf Augenhöhe befinden, können sie sich gut in deren Konflikte hineinversetzen. Wichtig ist, dass bei der Schlichtung keine Lehrkräfte anwesend sind. Die gefundenen Lösungen, mit denen die beiden Streitenden einverstanden sind, werden schriftlich festgehalten. Durch das erzielte Einvernehmen gibt es keine Verlierer, sondern nur Gewinner. Ehrensache: Die SchlichterInnen behalten natürlich alles Gehörte für sich.

Wie wird man Streitschlichterin bzw. Streitschlichter?

Die interessierten SchülerInnen aus der 8. Jahrgangsstufe werden im ersten Halbjahr in der AG zu StreitschlichterInnen ausgebildet. In der AG, die einmal wöchentlich stattfindet, lernen die SchülerInnen die fünf Schritte des Streitschlichtungsgesprächs kennen:

  1. Schlichtung einleiten
  2. Sichtweisen klären
  3. Konflikt erhellen
  4. Gemeinsam nach Lösungen suchen
  5. Vereinbarungen treffen.
Streitschlichtung02
Übungen in der AG, von links: Christina Alvarez-Brückmann, Carlotta Meyer, Florian Lange, beide 9b; Fotografin: Alina Hanika

Durch Übungen und Rollenspiele werden diese einzelnen Schritte eingeübt. Es werden auch begleitende Spiele zur Stärkung der sozialen Kompetenzen eingesetzt, was den Streitschlichterinnen und Streitschlichtern auch im Umgang mit eigenen Konflikten zu Gute kommen kann. Auch die Schulung in der Gesprächsführung kann ihnen persönlich nutzen. Die abgeschlossene Ausbildung wird in einem Zertifikat offiziell bescheinigt. Die Schlichtertätigkeit wird auf dem Zeugnis vermerkt. Nach ihrer Ausbildung sind die StreitschlichterInnen ein Jahr lang tätig bis zum 2. Halbjahr der 9. Klasse, solange bis sie von den neu ausgebildeten SchülerInnen des folgenden Jahrgangs abgelöst werden.

Wo und wann finden die Streitschlichtungsgespräche statt?

Die Streitschlichtungsgespräche finden in der Regel in den großen Pausen im eigenen Schlichterraum, R 138, statt.

Aachen, Viktoriaschule, 7.12.2019: Tag der offenen Tür. Schülerinnen führen vor, wie die Streitschlichtung in der Viktoriaschule arbeitet.
Das Streitschlichtungsgespräch von links: Stella Martins und Anya Penalosa, beide EF, im Gespräch, Fotograf: H.-J. Serwe

Mit der Streitschlichtung möchten wir erreichen, dass die streitenden SchülerInnen freiwillig gemeinsame Lösungen für ihre Probleme mit Hilfe anderer SchülerInnen, den StreitschlichterInnen, finden, anstatt diese Konflikte möglicherweise gewaltsam auszutragen.

Erschienene Beiträge zur Streitschlichtung: