#Orientierungleben

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#Orientierungleben

Gerade die neuen Sextaner brauchen angesichts ihres Wechsels von der Grundschule an das Gymnasium Orientierung. Und diese leben wir ihnen von der ersten Stunde an im Miteinander vor.

Knoten.Punkt

Alle Sextanerinnen und Sextaner werden – zusammen mit ihren Familien – zu Beginn ihrer Zeit an unserer Schule ganz herzlich mit einem Gottesdienst empfangen.
Dieser Gottesdienst ist der erste von weiteren, dem Kirchenjahr entsprechenden ökumenischen Gottesdiensten, die neben Andachten, Frühschichten und Besinnungstagen u.v.a.m. Ausdruck unseres Selbstverständnisses und Leitgedankens, der religiösen Orientierung, sind.

Gewächs.Haus

Zum Wachsen braucht man ein angenehmes Umfeld und vor allem Zeit.
Deswegen erhalten alle neuen Viktorianer in unserem sogenannten „Einführungsblock“ ausführlich die Möglichkeit, sich in aller Ruhe kennen zu lernen und mit den Gegebenheiten der neuen Schule vertraut zu machen, bevor der Fachunterricht beginnt.

Orientierendes Prinzip in dieser Phase unserer Arbeit in der Erprobungsstufe ist dabei der „sanfte Übergang“.

Schwerpunktthemen des Einführungsblockes in den ersten 7 Schultagen sind:

  • Begrüßung und erstes Kennenlernen
  • Die neue Klasse: Ich – die Tischgruppe – unsere Klassengemeinschaft
  • Wir geben uns Regeln
  • Schnuppern in den Schulalltag in ausgewählten Stunden
  • Erste Erfahrung mit dem gymnasialen Stundenplan
  • Die Folgen des Stundenplans für die häusliche Arbeit (Hausaufgaben planen, Arbeitsmaterial verwalten u.a.m.)

Flecht.Werk

Wir gestalten unser gemeinsames Miteinander auf vielen Ebenen und vernetzen uns kontinuierlich.
So bilden wir in der Unterstufe gleichrangige Klassenlehrer-Teams (in aller Regel bestehend aus einer Frau und einem Mann), die in enger Absprache miteinander und mit den Fachlehrkräften der Klasse verantwortlich für die pädagogische Arbeit zeichnen. Außerdem bemüht sich das Klassenlehrer-Team um einen engen Kontakt zu den abgebenden Grundschulen und um die regelmäßige Beratung mit den Eltern.

Jede neue Sexta bekommt vier Paten aus den aktuellen neunten Klassen. Sie kümmern sich in enger Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer-Team vor allem in der ersten Phase um sämtliche Belange der Sextaner und sind auch deren erste Ansprechpartner in den großen Pausen. Außerdem begleiten sie ihre Patenklasse an Projekttagen, bei Exkursionen und auf der ersten Klassenfahrt.

Nähr.Stoff

Neben allen inhaltlichen Themen führen die einzelnen Fächer im Sinne unseres Methodencurriculums gezielt in die Arbeitsweisen und Anforderungen gymnasialen Lernens ein. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler ihre aus der Grundschule vertrauten Kompetenzen einbringen können und neuen Herausforderungen besser gewachsen sein.

Wir bemühen uns durchgehend um eine individuelle Förderung unserer Schülerinnen und Schüler. Dabei ist die in Klasse 5.2 und 6.1 stattfindenden Schreibwerkstatt Deutsch nur ein Element, den Übergang zu den gymnasialen Anforderungen zu erleichtern – und dies konsequent anknüpfend an die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, die sie aus der Grundschule mitbringen.

Umgangs.Ton

Wir begegnen uns in einer wertschätzenden Weise und lassen auch die neuen Sextaner von Anfang an mitsprechen.

Gelegenheit zur Mitsprache bekommen sie während des gesamten 1. Halbjahres regelmäßig einmal in der Woche in den sogenannten „Ori(entierungs)-Stunden im Klassenverband.

Wir wählen nach einer angemessenen Zeit des gegenseitigen Kennenlernens ein Klassensprecher-Team und – wenn gewünscht, auch schon in dieser frühen Phase – einen Klassenrat, die das Klassenlehrer-Team in allen Belangen der Klasse beraten.

Mitsprechen kann man aber auch über die eigene Klasse hinaus in der S(chüler*innen)V(ertretung), die gleich zu Beginn das Klassensprecherteam, aber auch alle weiteren Interessierten, persönlich einlädt, sich an ihrer Arbeit zu beteiligen und damit die Schule zu gestalten.

Übergänge müssen gestaltet werden. Dies tun wir auf der Basis jahrzehnterlanger Erfahrung ganz im Sinne des unseres Prinzips #Orientierungleben.

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Christliche Werte

Als kirchliche Schule nehmen wir an dem Auftrag teil, die Schülerinnen und Schüler mit christlichen Werten bekannt zu machen. Die Botschaft von Jesus Christus ist Richtschnur für das pädagogische Handeln und für den Umgang aller miteinander, die am Schulleben teilhaben. Die Viktoriaschule legt besonderen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis und der Jugendkirche.

Als kirchliche Schule wollen wir jungen Menschen im Geist der Liebe und Freiheit helfen, ihre Bestimmung als Mensch zu verstehen, ihr Leben zu bejahen und zu gestalten. Deshalb soll das Lernen offen sein für die religiöse Dimension des menschlichen Lebens. Insbesondere im für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Religionsunterricht, in Morgenandachten und Gottesdiensten bedenken wir Fragen nach dem Woher und Wohin menschlicher Existenz, nach Gerechtigkeit und Verantwortung, nach Gott und der Welt im Horizont christlicher Glaubenstradition.

Die Viktoriaschule ist eine Schule des Dialogs mit anderen Konfessionen im katholischen Aachen. Gottesdienste und Andachten sind ökumenisch und werden von Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen gemeinsam gestaltet.

Lernen als ständige Herausforderung

Die Viktoriaschule will Schülerinnen und Schüler in ihren Begabungen und Neigungen fördern und ihnen vermitteln, dass Lernen als ständige Herausforderung und nie abgeschlossener Prozess zum menschlichen Leben gehört. Wir erziehen die Schüler und Schülerinnen zu eigenständigem und kritischem Denken, ermutigen sie zu verantwortlichem Handeln und regen sie dazu an, ihre kreativen Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. So vermitteln wir ihnen die Fähigkeit, Verantwortung für ihr Leben, für ihre Mitmenschen und für die Welt als Gottes Schöpfung zu übernehmen.

Diesem christlichen Erziehungsziel korrespondiert das Engagement für eine gesunde und gute Schule, was sich in unserer Mitgliedschaft im Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW zeigt. Wir orientieren uns an einem positiven und ganzheitlichen Gesundheitsverständnis. Bei der Förderung eines gesunden Lebensstils und der gesundheitlichen Prävention geht es um die Stärkung der individuellen Ressourcen aller am Schulleben Beteiligten.

Unser Unterricht an der Viktoriaschule will sowohl grundlegendes Fach- und Sachwissen vermitteln als auch die Fähigkeit wecken, eigenständig zu lernen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Im Sinne der gesunden Schule basieren guter Unterricht und Schule insgesamt auf Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Erreichbarkeit der unterrichtlichen Ziele. Lernen soll lebensnah sein und zum verantwortlichen Handeln in der Welt befähigen. Im Unterricht aller Fächer möchten wir die gesellschaftliche Bedeutung und den Anwendungsbezug von Fach- und Sachwissen erfahrbar machen. Lernen vollzieht sich dementsprechend nicht nur in Fächergrenzen, sondern auch in fächerübergreifenden Zusammenhängen. Einen Schwerpunkt bildet auch die Arbeit und Auseinandersetzung mit den „neuen Medien“. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Förderung selbstständigen Lernens, das durch die Entwicklung eines Methodencurriculums unterstützt wird. Ferner ist die Viktoriaschule Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ und Kooperationspartner der „Generationsbrücke Deutschland“ und der AOK.

Voraussetzung für einen Unterricht mit diesen Zielen ist eine enge Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer sowie die Weiterbildung des Kollegiums – sie ist uns ein wichtiges Anliegen: Lehrende sind stets auch Lernende.

Wissenschaftsorientierung und ganzheitliche Erziehung

Für die Viktoriaschule als Gymnasium ist neben der Schülerzentrierung die Wissenschaftsorientierung ein maßgebliches Prinzip des Lehrens und Lernens. Der Unterricht soll zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken befähigen und zu einer fachlichen Bildung beitragen, die durch Komplexität und Methodenbewusstsein gekennzeichnet ist. Wissenschaftsorientierung bildet die Basis für die Entwicklung wissenschaftspropädeutischer Qualifikationen, die zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife erforderlich sind.
Im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung genießt der musische und sportliche Bereich einen hohen Stellwert. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern neben dem Unterricht in Musik, Kunst und Sport mit Orchestern, Chören, Bigband, Theater-AG, Schülerzirkus und Sport-AGs vielfältige Möglichkeiten zu musischer und sportlicher Betätigung, die in Ausstellungen, Konzerten, Aufführungen, Schul- und Sportfesten ihre Höhepunkte findet.
Die Viktoriaschule setzt sich mit den aktuellen Fragen der Naturwissenschaften auseinander, was u.a. zur Auszeichnung als MINT-Schule (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften) 2012 führte.

Zum christlichen Lebensverständnis gehört…

… Offenheit im Umgang miteinander. Das bedeutet für Lernende, Lehrende und Eltern, dass sie ihre Meinung frei, kritisch und in Achtung vor dem Anderen äußern können. Dieses Recht findet dort seine Grenzen, wo Recht und Würde des Anderen verletzt und Erziehungsziele der kirchlichen Schule beeinträchtigt werden. Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie Eltern sind verantwortliche und in den Mitwirkungsgremien gleichberechtigte Partner in der Gestaltung des Schullebens. Die aktive Teilnahme gerade der Eltern auf vielen Ebenen trägt zum Geist der Schulgemeinde entscheidend bei. Dieses hohe Maß an gemeinsamen Überzeugungen und Werten in der Viktoriaschule bietet die Basis für eine gute und gesunde Schule.
Von den Schülerinnen und Schülern, allen Lehrkräften und den Eltern erwarten wir, dass sie diese Ziele bejahen und in gemeinsamer Verantwortung zu verwirklichen suchen.

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Zusätzliche Fahrten

Halifax-Austausch

Austausch mit der Crossley Heath School in Halifax (Yorkshire)

Seit März 2003 pflegt die Viktoriaschule einen Austausch mit einer „Grammar School“ – The Crossley Heath School – in Aachens Partnerstadt Halifax, Calderdale, England.

Der Austausch richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9. Sie lernen neben Familien- und Schulleben in England ebenfalls die kulturelle Seite dieses Landes kennen. Abhängig von der Zahl der Interessenten auf englischer Seite, die großen Schwankungen unterworfen ist, liegt die Teilnehmerzahl auf beiden Seiten bei etwa 20-25 Schülerinnen und Schülern.

Üblicherweise reisen wir am Freitag an und auch wieder ab. Die ersten beiden Tage vor Ort, also das Wochenende, verbringen die Schülerinnen und Schüler im Kreise ihrer Gastfamilien. Halifax liegt landschaftlich sehr reizvoll, in unmittelbarer Nähe der Yorkshire Dales. Auch Leeds oder Orte am Meer, wie z.B. Blackpool, sind gut zu erreichen, sodass viele englische Familien mit ihren Gästen einen Ausflug dorthin unternehmen.

Am Montag beginnt dann das offizielle Austauschprogramm: Die deutschen Schülerinnen und Schüler nehmen an einem Vormittag am Unterricht in der englischen Schule teil, besuchen aber auch kulturelle Einrichtungen sowie Sehenswürdigkeiten der Städte York, Manchester, Bradford und Halifax.

Gruppenfoto Halifax
Gruppenfoto in Halifax
Processed with MOLDIV
Gruppenfoto in York zusammen mit den englischen Austauschschülern

Entsprechend verläuft auch der Gegenbesuch der englischen Schülerinnen und Schüler in Aachen. Der Abschied fällt immer schwer, aber sehr häufig bleibt der Kontakt zwischen den Austauschpartnern bestehen (früher über Facebook, heute über WhatsApp). Neben vielen eindrücklichen Erlebnissen machen unsere Schülerinnen und Schüler vielfach die Erfahrung, dass sie mit ihrem Englisch wunderbar zurechtkommen und auch den Eindruck gewinnen, ihre Sprachkenntnisse verbessert zu haben.

Lehrerteam in Fountains Abbey
Auch die Lehrkräfte haben Austauschpartner!
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Zusätzliche Fahrten

Latein-Sprachfahrt nach Rom

Antike lebendig erfahren

An der Viktoriaschule gibt es seit dem Schuljahr 2018/19 die Gelegenheit, an einer fünftägigen Romfahrt teilzunehmen. Dieses Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die Latein als zweite Fremdsprache belegt haben, und bietet ihnen die Möglichkeit, Orte, von denen sie in den Lehrbüchern seit Sprachbeginn so viel gelesen haben, unmittelbar live zu erleben. Endlich einmal können sie so Latein und seine Fachinhalte hautnah erfahren und dabei hoffentlich feststellen, dass das Fach weniger trocken ist, als sie vielleicht bislang gedacht haben.

Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Lateinsprachfahrt auch auf den antiken Bauwerken in Rom und darauf zu erfahren, wie die Antike vor Ort noch überall greifbar ist, allerdings wird, ganz getreu unserer religiösen Ausrichtung, auch Christliches angemessen berücksichtigt.

Um auch wirklich unmittelbare Erfahrungen zu machen, verzichten wir in Rom auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und erlaufen uns alles – was aber auch, das ist ja das Schöne, problemlos möglich ist. Die Fahrt ist in den Fachunterricht integriert, denn die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, Referate vorzubereiten, mit denen sie in Rom ihre MitschülerInnen über die Sehenswürdigkeiten informieren. Eine Auswahl der üblichen Referatthemen und somit auch der besichtigen Orte gefällig? Z.B. das Forum Romanum, das Kolosseum, die Diokletiansthermen, das Pantheon, die Ara Pacis und und und. Einige Woche nach der Fahrt gibt es stets ein Abschlusstreffen, bei dem gemeinsam ein Rückblick (z.B. durch Fotos) auf die Fahrt geworfen wird.

Spätestens da wird vielen klar, was sie doch Tolles sehen konnten.

Bericht von der Romfahrt vom 03.02. – 07.02.2020 

(Text und Bilder von Karla Heßling)

Am Montag, dem 03.02.2020, ging es los Richtung Rom. Wir trafen uns alle am Aachener Hauptbahnhof und fuhren dann gemeinsam zum Flughafen Düsseldorf. Wir waren alle total aufgeregt, aber der Flug funktionierte reibungslos. Um Viertel vor sieben kamen wir im Hotel an und nahmen dort die Zimmeraufteilung vor. Anschließend unternahmen wir noch einen Spaziergang zum Kolosseum und genossen die Aussicht.

Der nächste Tag begann, wie auch die nächsten Tage, mit einem Frühstück in einer kleinen, typisch italienischen Bar wenige Meter vom Hotel entfernt und im Anschluss gingen wir zum Forum Romanum, wo wir den den ersten Schülervortrag hörten.

Im Anschluss erhielten wir durch eine seit 30 Jahren in Rom lebende Deutsche noch eine sehr interessante Führung über das Forum Romanum und durch das Kolosseum. Nach einer kleinen Mittagspause besichtigen wir noch den Circo Massimo, das Forum Boarium, den Janusbogen, die Bocca della Veritá und die Santa Maria in Cosmedin und hörten dort ebenfalls Vorträge von Mitschülern und Mitschülerinnen. Am Abend gingen wir in einem netten Restaurant (La Base) unweit des Hotels essen.

Um den Abend noch nett ausklingen zu lassen, unternahmen wir einen Spaziergang zum Trevi-Brunnen. Der Brunnen war ziemlich groß und schön, vor allem, weil er im Dunkeln so schön angestrahlt wurde.

Romfahrt 2020 Bild 01
Colosseum bei Nacht
Fontana di Trevi
Forum Romanum

Am Mittwoch liefen wir zu den Päpstlichen Stätten und sahen uns den Petersdom von innen an. Wir mussten lange warten, bis wir in den Dom durften, aber es hat sich sehr gelohnt. Die mit Gold verzierten Wände, Decken und Stauten waren sehr beeindruckend.

Nach einem kleinen Mittagssnack kamen wir nach einem kurzen Weg bei der Ara Pacis an, wo Vorträge zum Vatikanischen und Kapitolinischen Museum, zur Villa Borghese und zum Museo Nazionale Romano hörten, damit wir uns entscheiden konnten, in welches Museum wir am nächsten Tag gehen möchten. Leider war es nicht mehr möglich, die Karten online zu buchen, obwohl das hätte möglich sein sollen, und wir konnten deswegen doch nicht in die Museen.

Nach den Vorträgen gingen wir ein kurzes Stück zum Augustusmausoleum. Anschließend unternahmen wir einen Spaziergang am Tiber und kamen dabei auf dem Rückweg an der Spanischen Treppe vorbei. Im Hotel angekommen, ruhten wir uns ein wenig aus, spielten etwas, bevor wir zu Abend aßen.

Am Donnerstag besichtigten wir die Lateranbasilika und die Scala Santa. Nach einem Fußweg zum Pantheon hörten wir dort einen Vortrag und wurden in Gruppen aufgeteilt, in denen wir eine Altstadtrallye unternahmen. Somit konnten wir Rom nochmal auf eigene Faust erkunden. Da es unser letzter Abend war, gingen wir in Kleingruppen essen.

Romfahrt 2020 Bild 04
Romfahrt 2020 Bild 05

Am letzten Tag mussten wir früher aufstehen, um unsere Koffer zu packen. Nach dem Frühstück gingen wir zu den Kirchen San Pietro in Vincoli und zu Santa Maria Maggiore, die in der Nähe des Hotels lagen. Mittags wurden wir mit dem Bus abgeholt und es ging für uns wieder nach Hause.

Als wir in Köln gelandet waren und alle unsere Koffer eingesammelt hatten, ging es mit dem Zug nach Aachen zurück.Dort endete unsere Reise. Wir waren alle traurig, dass die Romfahrt schon zuende war. Es war für alle eine wirklich tolle Fahrt und zu Hause hatten wir viel zu erzählen.

Romfahrt 2020 Bild 06
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Zusätzliche Fahrten

Reimsaustausch

Der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Reims

„Kann man hier wohnen?“

Kurz nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags im Jahr 1963 und dem Beginn der deutsch-französischen Freundschaft folgten diesem Schritt u.a. die Städte Aachen und Reims. So gingen 1967 die beiden Städte eine Partnerschaft ein, der sich bald auch Schulen anschlossen und vor über 50 Jahren entstand letztlich die Verbindung zwischen der Viktoriaschule Aachen und dem Lycée Jean Jaurès in Reims. Die Schulen vereinbarten, dass in jedem Schuljahr eine französische Schülergruppe eine Woche in Aachen und ihre Aachener Partner eine Woche in Reims verbringen sollten. Wer Französisch bzw. Deutsch lernt und in der 10. Klasse (G 8 in der neunten) ist und wen die Informationen und Berichte neugierig gemacht haben, kann sich für die Teilnahme bewerben. Sogenannte „Personalbögen“, die die künftigen TeilnehmerInnen sorgfältig ausfüllen, helfen, möglichst gut zueinander passende Austauschpartner zu finden. Besonderes Augenmerk wird dabei gelegt auf den Punkt „Persönliche Interessen“. Auf dem offiziellen Programm stehen Aktivitäten wie Unterrichtsbesuche, geführte Stadtspaziergänge, Besuche von interessanten Betrieben, Ausflüge u.v.a.m. Ein fester Punkt, der traditionell zum Programm jedes Austauschs gehört, ist der Empfang der Gäste im Rathaus bzw. „Hôtel de Ville“.

Der Abbau von Klischees

Kommt es dennoch zu Problemen, hilft eigentlich immer der gute Wille, sich zu verständigen. Es ist nämlich ein grundlegendes, wichtiges Anliegen beider Schulen, dass Schülerinnen und Schüler sich in Toleranz und Gesprächsbereitschaft üben. Auch um mit Klischees aufzuräumen eignet sich der Reimsaustausch. So stellte sich in einem Austauschjahr heraus, dass Franzosen für Deutsche womöglich ungewöhnliche Essgewohnheiten haben, diese jedoch auch sehr von der Vorstellung, es gäbe dort nur Croissants, Baguette und Käse, abweichen können. Berichten zu Folge war z.B. eine französische Gastfamilie kulinarisch der Art talentiert, dass täglich ein anderes Erbsengericht gereicht wurde.

Der Bericht einer Schülerin

Viele SchülerInnen verbinden mit dem Reimsaustausch einige unvergessliche Erlebnisse. So auch der Ausflug zu einem berühmten Champagner Hersteller in Ay. Alles ging seine gewohnten Bahnen, wir besichtigten die Champagnerkeller in einer französischen Führung und machten uns anschließend wieder auf den Heimweg. Pünktlich, ca. eine viertel Stunde zu früh, warteten wir am Bahnhof auf den Zug nach Hause. Das heißt, wenn man es denn Bahnhof nennen kann. Das Bahnhofsgebäude war geschlossen und allem Anschein nach auch seit 50 Jahren schon nicht mehr geöffnet worden. Während wir die Sonne genossen und das Beste daraus machten, setzte sich Frau Kuck mit dem Informationsbüro der französischen Bahn in Verbindung. Das Ergebnis war niederschmetternd, unser Zug fiel aus, der nächste kam in frühestens zwei Stunden. Wir saßen also fest. Um das Warten etwas gemütlicher zu gestalten, teilten wir uns in die Wartehäuschen auf beiden Seiten der Bahnstrecke auf. Dies erwies sich als klug, denn das schöne Märzwetter erinnerte schnell an einen regnerischen Apriltag, als es anfing wie aus Eimern zu schütten. Zum Glück waren wir auf alles vorbereitet und bald fühlten wir uns wie in einem Zelt. Mehrere Regenschirme wurden aufgestellt, um den Regen davon abzuhalten ins Häuschen herein zu regnen, Mützen und Schals wurden an die Frierenden verteilt und als wir anfingen unsere restlichen Lunchpakete zu teilen, glich das Ganze einem gemütlichen Abenteuerpicknick. „Kann man hier wohnen?“ fragten wir uns oft. Dieser Satz wurde die repräsentative Überschrift dieses Ereignisses, die noch heute existiert. Als es nach einer Stunde Picknick dann doch etwas kalt wurde, kehrten wir in ein Café in Ay ein. Der Besitzer des Cafés war sehr freundlich und plauderte gesellig mit uns. Alle hörten gespannt zu. Hier merkte man den Unterschied zwischen einer französischen Champagner-Führung und gesprochenem Alltagsfranzösisch sehr deutlich an der Aufmerksamkeit unserer MitschülerInnen. Es war sehr interessant und faszinierend, sich mit einem Einheimischen unterhalten zu können, sein eigenes Französisch anzuwenden und das Gesprochene zu verstehen. Als wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof machten, überlegten wir schon, wo wir übernachten könnten, falls der Zug nochmal ausfallen sollte. Zum Glück war dies nicht der Fall, denn der Zug kam. Ein für uns sehr witziges Erlebnis, das uns in der Gruppe zusammengeschweißt hat.

Der Reims-Austausch war eine unvergessliches Erfahrung. Er ist nur zu empfehlen. Wir sind sehr begeistert von der Mischung aus Ernst und Spaß, den man dabei haben kann.

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Soziales Engagement

Streitschlichtung

Ansprechpartnerin: Anne Maria Ewen

Titel der AG/des Angebots: Streitschlichterausbildung

An welche Zielgruppe richtet sich die AG/das Angebot? An Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8

Wann findet die AG/das Angebot statt? Mittwochs, Beginn 5. Stunde (13.00 Uhr), Ende spätestens 14.30 Uhr

Was muss ggf. mitgebracht werden? Interesse und Freude an der Lösung von Konflikten und ein Schnellhefter für die Unterlagen

Was ist Streitschlichtung? Wenn zwei sich streiten, helfen ein Dritter und ein Vierter. Aus diesem Grund bilden wir seit nunmehr zwölf Jahren Streitschlichterinnen und Streitschlichter aus, die nach ihrer Ausbildung eigenverantwortlich in Zweierteams Streit und Konflikte ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler an der Schule besprechen und lösen. Die StreitschlichterInnen sind die unparteiischen Dritten und Vierten, die von den Streitenden akzeptiert werden. Da sie sich mit den meist jüngeren SchülerInnen auf Augenhöhe befinden, können sie sich gut in deren Konflikte hineinversetzen. Wichtig ist, dass bei der Schlichtung keine Lehrkräfte anwesend sind. Die gefundenen Lösungen, mit denen die beiden Streitenden einverstanden sind, werden schriftlich festgehalten. Durch das erzielte Einvernehmen gibt es keine Verlierer, sondern nur Gewinner. Ehrensache: Die SchlichterInnen behalten natürlich alles Gehörte für sich.

Wie wird man Streitschlichterin bzw. Streitschlichter?

Die interessierten SchülerInnen aus der 8. Jahrgangsstufe werden im ersten Halbjahr in der AG zu StreitschlichterInnen ausgebildet. In der AG, die einmal wöchentlich stattfindet, lernen die SchülerInnen die fünf Schritte des Streitschlichtungsgesprächs kennen:

  1. Schlichtung einleiten
  2. Sichtweisen klären
  3. Konflikt erhellen
  4. Gemeinsam nach Lösungen suchen
  5. Vereinbarungen treffen.
Streitschlichtung02
Übungen in der AG, von links: Christina Alvarez-Brückmann, Carlotta Meyer, Florian Lange, beide 9b; Fotografin: Alina Hanika

Durch Übungen und Rollenspiele werden diese einzelnen Schritte eingeübt. Es werden auch begleitende Spiele zur Stärkung der sozialen Kompetenzen eingesetzt, was den Streitschlichterinnen und Streitschlichtern auch im Umgang mit eigenen Konflikten zu Gute kommen kann. Auch die Schulung in der Gesprächsführung kann ihnen persönlich nutzen. Die abgeschlossene Ausbildung wird in einem Zertifikat offiziell bescheinigt. Die Schlichtertätigkeit wird auf dem Zeugnis vermerkt. Nach ihrer Ausbildung sind die StreitschlichterInnen ein Jahr lang tätig bis zum 2. Halbjahr der 9. Klasse, solange bis sie von den neu ausgebildeten SchülerInnen des folgenden Jahrgangs abgelöst werden.

Wo und wann finden die Streitschlichtungsgespräche statt?

Die Streitschlichtungsgespräche finden in der Regel in den großen Pausen im eigenen Schlichterraum, R 138, statt.

Aachen, Viktoriaschule, 7.12.2019: Tag der offenen Tür. Schülerinnen führen vor, wie die Streitschlichtung in der Viktoriaschule arbeitet.
Das Streitschlichtungsgespräch von links: Stella Martins und Anya Penalosa, beide EF, im Gespräch, Fotograf: H.-J. Serwe

Mit der Streitschlichtung möchten wir erreichen, dass die streitenden SchülerInnen freiwillig gemeinsame Lösungen für ihre Probleme mit Hilfe anderer SchülerInnen, den StreitschlichterInnen, finden, anstatt diese Konflikte möglicherweise gewaltsam auszutragen.

Erschienene Beiträge zur Streitschlichtung: