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Schuljahr 2016/17: Gedenkfahrt nach Auschwitz - Eine Fahrt des Erinnerns und des Dialogs

Am 3. April 2017 starteten 20 SuS der Jahrgangsstufe EF in Begleitung von Frau Nem-nich und Herrn Kohring Richtung Krakau. Von Krakau aus ging es in die polnische Stadt Oswiecim. Wie bereits in den vergangenen Jahren wohnte die Gruppe im `Zentrum für Dialog und Gebet`, in dem zahlreiche internationale Gruppen zusammen kommen, um sich mit der unbegreiflichen Geschichte dieses Ortes, dem Holocaust auseinanderzusetzen. Durch die unmittelbare Nähe zum Stammlager Auschwitz wird das Zentrum zu etwas ganz Besonderem. Die Besucher können sich intensiv und sehr nah mit den Geschehnissen auseinandersetzen, es reflektieren und miteinander in den Dialog treten.

 

 

Auschwitz 2017 Bild 02

20 EF-Schüler und -Schülerinnen zusammen mit Frau Nemnich und Herrn Kohring

 

Den Anfang dieser Fahrt bildete ein Besuch in der Synagoge von Oswiecim. Die Synagoge ist heute nicht nur ein Ort des Gebets sondern auch ein Museum, das sich mit der Geschichte des Judentums in Oswiecim auseinandersetzt. In dem Museum wurden zentrale historische Grundlagen für den weiteren Verlauf der Fahrt gelegt.


Am Morgen des 4. April besuchte die Gruppe das Stammlager Auschwitz. Im Rahmen einer vierstündigen Führung kam es zur Konfrontation mit den unmenschlichen Taten der Nationalsozialisten. Die Darstellungen von Frau Lucyna Filip, Historikerin aus Oswiecim, waren aufgrund des Ortes realistisch und beängstigend. Sie beschrieb, wie tausende von Juden in unmenschlichen Bedingungen arbeiteten und leben mussten. Den emotionalen Abschluss des Lagerbesuchs bildeten die Gaskammern und Krematorien. Am Nachmittag des gleichen Tages besuchten die Schülerinnen und Schüler noch einmal das Gelände des Stammlagers, um sich auf eine persönliche Art mit diesem schrecklichen Ort auseinandersetzen zu können.

 

Mit dem Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am dritten Tag der Gedenkfahrt wurde allen Beteiligten ganz besonders bewusst, zu welchen menschenverachtenden Verbrechen es während der NS-Herrschaft gekommen war. Auch im Laufe dieser Besichtigung brachte Frau Filip den Schülerinnen und Schülern die Schicksale und die Schmerzen der nach Auschwitz-Birkenau deportierten Menschen sehr authentisch nah. Allen Beteiligten war die belastende und bedrückende Stimmung dieses Ortes deutlich anzumerken.

 

Am Nachmittag des 5. April kam es zum Höhepunkt der Gedenkfahrt. Im Gespräch mit dem Auschwitz-Überlebenden Wacław Długoborski konnten die Teilnehmer der Fahrt anhand von Erinnerungen erfahren, wie erniedrigend und existenzraubend das Überleben in Auschwitz-Birkenau war. Besonders beeindruckten die offenen und detaillierten Erzählungen von Herrn Długoborski über seine grauenvollen Erfahrungen.

 

Den Abschluss dieser Gedenkfahrt bildete ein Besuch der Stadt Krakau. Im Rahmen einer Stadtführung erfuhren die Schülerinnen und Schüler vieles über das jüdische Viertel und die Geschichte der Stadt. Der Krakau-Besuch sorgte nicht nur für einen räumlichen Abstand zum den Stätten des Holocaust sondern auch für eine emotionale Distanz zu den traurigen Erfahrungen in Oswiecim. Am Abend wurde der Gruppe noch eine besondere Ehre zuteil: Der deutsche Konsul aus Krakau, Dr. Michael Groß, eröffnete eine Ausstellung zur Reformation im Rahmen des `Luther-Jahres` innerhalb des `Zentrums für Dialog und Gebet`, zu der wir eingeladen worden waren.

 

Auschwitz 2017 Bild 01

Die Teilnehmer der Gedenkfahrt zusammen mit Konsul Dr. Michael Groß

 

Mit dem Rückflug am Freitag nach Düsseldorf endete eine sehr produktive Gedenkfahrt mit vielen zum Teil erschreckenden Eindrücken, die bereits während der Fahrt in Form von täglichen Reflexionsrunden aufgearbeitet wurden und die auch noch in den kommenden Wochen Thema der Gruppe sein werden.

 

Niclas Kohring



Autor: mentjes -- 30.05.2017; 12:19:32 Uhr

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