Elternarbeit an der Viktoriaschule
Oft denkt man, eine Schule lebt von und mit den Schülern und den Lehrern. Doch an der Viktoriaschule sind auch wir Eltern gern gesehen und arbeiten in vielen Bereichen mit.
Da ist zum ersten die Schulpflegschaft. Dieses Gremium, in dem von jeder Klasse zwei Elternvertreter sitzen (60 Eltern), wird von der Schulpflegschaftsvorsitzenden – Frau Enßlin - geleitet. Wir besprechen pädagogische Themen, die uns auf dem Herzen liegen, und versuchen gemeinsam einen Weg zu finden, der der Schule dient. Hier werden aber auch die Elternvertreter von Herrn Schneider über die Belange der Schule (Lehrerstellensituation, Bauvorhaben, Pädagogische Fortbildungen, Termine aller Arten, …) auf dem Laufenden gehalten.
Wir stehen in Kontakt mit den Schulpflegschaften der anderen evangelischen Schulen im Rheinland und auch mit der für die Schulen zuständigen Abteilung IV der Evangelischen Kirche im Rheinland. Gemeinsam mit diesen Schulpflegschaften und der Landeskirche wurde ein Konzept ausgearbeitet, um es der Landeskirche zu ermöglichen, die Schulen zu erhalten. Dieses Konzept war Grundlage für die Gründung der Schulstiftung.
Bei Themen wie z.B. 60-Minuten-Modell, Fahrtenkonzept, Feiern an Viktoria, Handyverbot in der Schule und vielen anderen Themen stellen wir gemeinsam Meinungsbilder auf, nach denen drei Elternvertreter in der Schulkonferenz ihre Stimme abgeben.
In die Schulkonferenz werden drei Elternvertreter aus der Schulpflegschaft heraus gewählt, die zusammen mit drei Schülervertretern und sechs Lehrervertretern die wichtigen Dinge abstimmen und endgültig festlegen.
Die zwei genannten Gremien gibt es an jeder Schule. Doch wir Eltern an der Viktoriaschule arbeiten und helfen noch in vielen anderen Bereichen mit. Wir vertreten die Schule in der Stadtschulpflegschaft, die die Schulpflegschaften aller Aachener Schulen bündelt.
Nachdem auch bei der evangelischen Kirche die Kirchensteuermittel im Laufe der nächsten 30 Jahre drastisch zurückgehen werden, hat die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland im Sommer 2006 beschlossen, auch bei den Ausgaben für die Schulen zu sparen.
Um alle Schulen in der Trägerschaft der evangelischen Kirche im Rheinland erhalten zu können, wurde vereinbart, die Eltern um Spenden zu bitten. Dazu wurde die „Schulstiftung der evangelischen Kirche im Rheinland“ gegründet. Da es vorrangig Elterngelder sind, die in die Stiftung fließen, stellen Eltern im Kuratorium der Stiftung, dem „Aufsichtsrat“ die Mehrheit und haben daher auch ein sehr großes Mitspracherecht, was mit den Geldern passieren soll und wie das Geld eingesetzt wird. Das Kuratorium besteht neben je einem Elternvertreter jeder Schule (7 Gymnasien und 2 Realschulen) aus drei Schulleitern und drei von der Kirchenleitung benannten Mitgliedern. Vorsitzende des Kuratoriums ist die Elternvertreterin der Viktoriaschule, Maike Scholz.
Eltern der Viktoriaschule haben vor vielen Jahren GrünErleben gegründet. Hier arbeiten Eltern und auch Lehrer daran, die Schule innen und außen zu gestalten. Grünanlagen wurden angelegt und auch gepflegt. Dazu finden sich alle vier Wochen vom Frühjahr bis zum Herbst interessierte Eltern und immer Schüler und Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe ein, die dem Unkraut zu Leibe rücken, die Lorbeerbüsche schneiden und die Beete in Ordnung halten. Grünpflanzen im Gebäude konnten aufgestellt werden. Der Pinguinhof wurde von GrünErleben neu gestaltet. Es wurden Bänke gezimmert, Sträucher angepflanzt und der Bodenbelag erneuert. Das Farbkonzept wurde mit der zuständigen Architektin abgesprochen und so wurden viele Außen- und Innenwände von GrünErleben neu gestrichen.
An der Viktoriaschule versucht man sich mit speziellen Themen, die sich aus der nicht immer ganz leichten Situation der Mittelstufenkinder ergeben, auseinander zu setzen. Dazu wurde eine Mittelstufenrunde gegründet. Hier treffen sich in regelmäßigen Abständen interessierte Eltern, die Kinder in der Mittelstufe haben, und diskutieren mit der Mittelstufenkoordinatorin die Stufe betreffende Themen. Oft können über diesen kurzen Weg die speziellen Probleme geklärt werden. Manchmal findet man auch Lösungsansätze, die dann in der SV, der Schulpflegschaft oder der Lehrerkonferenz weiterverfolgt werden.
Die Viktoriaschule bietet seit vielen Jahren den Schülern einen Raum, in dem sie Internetrecherchen durchführen, in Ruhe ein Buch lesen oder auch die Hausaufgaben machen können. Diese Mediothek wurde vor zwei Jahren zu einem Selbstlernzentrum (SLZ) erweitert. Hier können Schüler und Schülerinnen ihre freie Zeit (Freistunden der Oberstufe, Pausen, Zeitüberbrückung bis zur Nachmittags-AG) sinnvoll nutzen und aus Büchern, sonstigen Medien oder über das Internet Schulaufgaben anfertigen. Damit das SLZ den Schülern ganztägig geöffnet werden kann, stellen sich Eltern zur Aufsicht zur Verfügung. Der Aufsichtplan ist ganz in den Händen einer Mutter. Sie organisiert weitere Eltern, spricht mit Herrn Egerland, der die Oberaufsicht über das SLZ hat, alles Wichtige ab und stellt den Aufsichtsplan auf. Wir haben Eltern, die lange nachdem ihre Kinder die Schule schon verlassen haben, im SLZ noch mitarbeiten.
Und nicht zu vergessen findet sich jedes Jahr vor Kaneval eine kleine Gruppe von Eltern, die ein Motto und ein passendes Karnevalskostüm suchen, mit den Kindern das Kostüm basteln und dann auch gemeinsam mit dem Kinderzug gehen. Hierzu sind natürlich alle Eltern und Kinder und auch Lehrer eingeladen.
Elternhilfe und Elternarbeit wird auch immer in verschiedenen Gremien gern gesehen wie z.B. "Schulprogramm", "Steuergruppe zum 60-Minuten-Modell", "Lunchboxx", "Förderverein", "Kuratorium", "Berufsvorbereitung" und vielen anderen mehr.
Zusammenfassend muss man sagen, dass sich Eltern sehr gut an der Viktoriaschule einbringen können und es gern gesehen wird, wenn man konstruktiv mitarbeitet.
Rike Enßlin
(Schulpflegschaftsvorsitzende)
Ansprechpartnerinnen:
Autor: mentjes -- 05.07.2009; 10:44:24 Uhr
Dieser Artikel wurde bereits 2471 mal angesehen.